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Sensei und Leiter
Ein Sensei »definiert« sich nicht
über seine Rolle - er will keinen Personenkult. Er ist Teil
des Großen, Ganzen und somit austauschbar im positiven Sinne.
Weil er eben Zen ist.
Daraus resultiert die Fähigkeit, aus der
Betrachtung der gegenwärtigen Situation einer Person (ihrer
Haltung, Stimme, Sprache und der wenigen Angaben zur
Geschichte), die eigentlichen Ursachen zu erkennen. Ohne
Analysen der Vergangenheit. Es ist die Kunst, zu sehen: Was muss
ein Mensch erlebt haben, um so zu sein, wie er sich gerade
zeigt?
In seiner Funktion als Sensei und Leiter des
Zendo, ist er derjenige, der den Weg bereits gegangen ist und ihn
nun anderen zeigt. Er sieht, was manche(r) noch nicht sehen kann
und er gibt die notwendige Anleitung, um es Stück für
Stück sehen zu lernen. Er ist derjenige, der den Weg zeigt, um
in das Feld der Möglichkeiten einzutreten.
Er ist bei der Arbeit sehr genau mit der Sprache
und fordert das auch von den anderen ein. Es gibt nichts, was er
nicht hinterfragt.
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