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Kultur statt Regeln
Ein Zendo lebt durch die Kultur, die in ihm
herrscht. Regeln ersticken Lebendiges oft im Keim, eine gelebte
Kultur hingegen bringt das Essentielle einer Gruppe hervor.
Die folgenden Punkte sind Eckpfeiler und
Fundament einer Zen-Kultur, die gelebte Haltung einer wirklichen
und wahrhaftigen Zen-Praxis.
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Teilnahme
Niemand ist verpflichtet, an irgendetwas
teilzunehmen. Sie können selbstverständlich jederzeit das
Zendo, einen Retreat, ein Seminar oder einen Vortrag verlassen.
Niemand wird Sie auffordern zu bleiben oder Ihnen gar einen Vorwurf
machen.
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Initiation
Eine besondere Initiation oder Einführung in
das Zendo gibt es nicht. Jeder ist selbst gehalten, sich
darüber klar zu werden, ob er die Ernsthaftigkeit und
Selbstdisziplin für das Zendo mit sich bringt. Es ist nicht
die Aufgabe eines Sensei, irgendjemanden zu prüfen.
Das einzige »Recht«, das ich mir nehme
ist, dass ich es ablehnen kann, mit jemanden zu arbeiten. Dies
entscheide ich jedoch nicht eigenmächtig, sondern berate mich
vorher mit den Organisatoren der Gruppe.
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Innere Haltung
Das Zendo ist der Übungsraum, in dem wir die
innere Haltung eines meditativen Lebens ohne äußerliche
Ablenkungen praktizieren können. Dabei sollten wir das Zendo
nicht als etwas Besonderes ansehen sondern an und in ihm lernen,
Stück für Stück unseren ganzen Alltag zu einem Zendo
werden zu lassen.
Dann wandelt sich das Zendo wie unser Alltag von
einem Raum des Übens zu einem Raum des Seins, des
»Soseins«. Sie Praxis im Zendo dazu bei, uns aus unserem
gewöhnlichen Alltagsbewusstsein zu lösen und zur stetigen
Bewusstheit voranzuschreiten.
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