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Die Botschaft der Wissenschaft
Die Bestätigung für diese
Überlegungen finden wir, für viele überraschend,
nicht nur in den Texten der Mystik, des Zen, des Daoismus und den
anderen Weisheitslehren dieser Welt, sondern allgemein in den
wissenschaftlichen Erkenntnissen der Quantenphysik und auf die
individualpsychologischen und gesellschaftlichen Ebene von der
Soziologie, genauer der Wissenssoziologie.
Schließlich behaupten die Soziologen nicht
weniger, als dass unser Verständnis über unser
Zusammenleben, unsere Beziehungen, unser eigenes
Selbstverständnis und warum andere Menschen sind, wie sie eben
sind, also das, was wir ganz selbstverständlich als objektive
Wirklichkeit ansehen, nichts als eine gesellschaftliche
Konstruktion, eine soziale Übereinkunft ist.
»Realität« ist somit das, was wir
glauben wahrzunehmen und nicht das, was wirklich ist. Unser
Wirklichkeitsverständnis ist ein sozial erzeugtes Bild, das
auch ganz anders sein könnte (und in anderen Gesellschaften ja
auch ist!).
Selbst das, was wir für unser Selbst, unsere
Persönlichkeit, unser »Ich« halten, ist eine soziale
Konstruktion. Eine mentale Struktur, ein von anderen generiertes
Bild, das wir als »So bin ich!« übernommen haben und
womit wir unsere Persönlichkeit immer wieder von neuem nach
dieser inneren Vorstellung kreieren.
In unserem Alltagsbewusstsein sind wir derartig
in diesen Bildern verfangen, dass wir unsere mentalen
Konstruktionen und gedanklichen Vorstellungen über
Wirklichkeit für die Wirklichkeit selbst halten.
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