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Das eigene Selbstverständnis
Jedes Handeln, jede Strategie und jede
methodische Anwendung hat eine (meist nicht bewusste) und selten
reflektierte Grundlage: Das eigene, internalisierte Selbst-
Menschen- und Weltbild.
Alle Menschen, und damit alles, das sich aus
Menschen »zusammensetzt«, folgt in seinen Handlungen
diesem inneren Verständnis. Vorhandene Potentiale lassen sich
also nur unter den Bedingungen des eigenen Welt- und Selbstbildes
entfalten.
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Potentiale, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, können
selbst nicht gesehen werden,
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Potentiale können nur nach Maßgabe des eigenen
Selbstverständnisses entwickelt werden.
Ein gutes Beispiel für die diese Dynamik ist
die Osterbotschaft: Weil sie mit dem inneren Weltbild und
Selbstverständnis der Menschen nicht übereinstimmt, sind
sie nicht in der Lage, die darin enthaltene Botschaft zu erkennen.
Sie glauben zwar daran, ihr Leben aber gestalten sie weiterhin so,
als ende es mit dem Tod.
Die Schwierigkeit besteht darin, dass die meisten
Menschen die von ihnen erlebte Realität und Wirklichkeit als
etwas von ihnen unabhängig Existierendes erleben: Sie erleben
sich selbst als Subjekt, alles andere als Objekt. Folglich gibt es
eine »Welt da draußen« und eine »Welt da
drinnen«.
Diese Vorstellung von der eigenen Existenz ist in
zweierlei Hinsicht falsch: Einmal auf der psychisch-
psychologischen und emotionalen Ebene und zum anderen auf der
geistigen (nicht mentalen) Ebene. Die Wirklichkeit, die wir
erleben, ist immer nur unsere eigene. Sie ist zwar wirklich und
keineswegs eine Illusion, weil wir sie als solche ja genau so
erleben, aber nicht real, denn sie definiert sich nicht aus den
Ereignissen und Erlebnissen unseres Lebens, sondern aus der
Bedeutung, die diese für uns haben.
Nur wenige Menschen sind sich bewusst, dass es
»Dinge« als solche nicht gibt, sondern auf der für
uns erfahrbaren materiellen Ebene nur Energie und Quanten. Was aber
gestaltet dann Dinge aus Energie und Quanten? Was ist in der Lage,
sie dann auch noch als schön oder unschön, hilfreich oder
schädlich zu erkennen? Die einzig mögliche Antwort ist:
Numinoser Geist.
Das bedeutet, dass wir Menschen unsere
Wirklichkeit selbst kreieren und auch unsere Realität
maßgeblich mitgestalten und unmittelbar beeinflussen. Der
numinose Geist existiert und realisiert sich jedoch nicht
unmittelbar, sondern in und durch unseren personalen, individuellen
Geist, den wir als Persönlichkeit und als eigenes
Selbstverständnis erleben.
Daraus folgt, dass wir nur das zu tun in der Lage
sind, was unserem Selbstverständnis entspricht, also das, was
für uns selbstverständlich im weiten Sinn ist.
Und weiter folgt daraus, dass wir nur dann unser
Handeln ändern und ungenutzte Potentiale entfalten
können, wenn wir uns in unserem Selbstverständnis und
unserer Persönlichkeit entwickeln.
Womit sich die Frage aufdrängt: Wohin
entwickeln?
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Zu einem dem Numinosen Geist »Nicht-im-Wege-Stehen« und
damit
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zu einem Selbst- und Weltverständnis, dass der absoluten
Wirklichkeit, wie auch immer wir sie nennen, entspricht.
Das bedeutet nichts anderes, als dass auch ich
als Persönlichkeit in letzter Konsequenz eine soziale
Konstruktion bin:
Ich bin das, was ich als mein eigenes Selbst
für wirklich halte, weil es so am besten meinem Bild von
Realität entspricht. Mit anderen Worten: Meine
Persönlichkeit ist das Spiegelbild dessen, was ich für
wirklich erachte. Es gibt also nicht »die«
Persönlichkeit, die ich bin, vielmehr bin ich die
Persönlichkeit, die ich zu sein glaube.
Damit gewinnt der Satz: »Ich bin, was ich
bin!« eine vollkommen neue, weit über das bisherige
Verständnis dieses Satzes hinausgehende Bedeutung:
Meine Persönlichkeit ist eine
Konstruktion meiner Selbst.
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