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Zen und Kunst
Alle Künste des Zen sind nie auf einen
selbst bezogen, sie dienen nie nur dem Eigenen, sondern immer auch
dem Größeren, dass sich in der eigenen Existenz zwar
ausdrückt, dabei doch stets über sie hinausgeht.
Und darum ist es für den Zen-Praktizierenden
überhaupt keine Frage, dass die Anwendung des Kaizen, das
Prinzip der stetigen Verbesserung und Konzentration auf das
Wesentliche, in seinem beruflichen Alltag selbstverständlich
auch den wirtschaftlichen Erfolg möglich macht. Wahrhaftig und
auf Dauer erfolgreich kann man nur sein, wenn man im Einklang mit
den Prinzipien des Lebens ist, wenn man andererseits in Einklang
mit den Prinzipien des Lebens lebt, wird man auch erfolgreich
sein.
Für den Zen-Praktizierenden sind die Welt
des Geistigen und die Welt des Materiellen ein und das Selbe.
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Die Botschaft eines Zen-Gartens
Ein Zen-Garten steht symbolisch für den
menschlichen Geist in seinem Idealzustand: Ruhig, geordnet, klar
und diszipliniert. Doch wie bei dem Geist ist dies nicht das Ziel,
sondern soll das eigentliche Ziel möglich machen:
Das eigene Wesen, die eigene Natur erkennen und
darüber hinaus das Wesen der Dinge verstehen und
erfassen.
Zen ist keine Lebens-Philosophie, denn es
versucht die Welt nicht zu erklären. Zen ist eine
Lebenshaltung, eine Art und Weise dem Leben zu begegnen und sich
mit ihm in Beziehung zu setzen.
So wie die Kunst des Zen-Gartens ist jegliche
Zen-Kunst, ob Kyudo, die Kunst eine Tasse Tee zu trinken, Ikebana,
Zen-Kochen, die Kunst der Tuschezeichnung oder des Haikun weniger
eine Kunst als ein Mittel, sich selbst und die Welt zu
erfahren.
Auch Zen-Handeln ist eine
Zen-Kunst,
die Kunst des Handelns.
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