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Die Idee
Als ich meine erste Website kreierte, wurde mir
nach vielen Programmierversuchen klar, dass ich meinen eigenen
Anspruch nach Wesentlich-Sein auf meiner Website nicht realisiert
bekam - bis mir mein Website-Berater riet, doch ein Stylesheet zu
verwenden. Also begann ich mich mit CSS-Design
auseinanderzusetzen.
Was zuerst »nur« wie eine effektive
Internet-Technik aussah, entpuppte sich zunehmend als ein ideales
Instrument zur praktischen Umsetzung der Prinzipien des Zen im
alltäglichen beruflichen Tun. Daraus entwickelte sich eine
inspirierende gegenseitige Unterstützung, immer im Geist des
Zen. Die Idee war geboren: Die Maxime des Zen-Handelns.
Zen-Handeln ist frei von
Überflüssigem,
aber nie simpel
Aus dieser rundum positiven Erfahrung heraus
entstand die Idee des Zen-Handelns:
(Berufliches) Handeln, das dem Prinzip des
Wesentlichen folgt. Es reduziert keine Komplexität, sondern
transzendiert sie hin zum Wesentlichen durch das Prinzip der
kontinuierlichen Verbesserung und dem Streben nach Vollendung - was
nichts mit Perfektionismus zu tun hat.
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Die Praxis des Zen im Alltäglichen
»Wir sind was wir
denken.
Alles, was wir sind, entsteht aus unseren
Gedanken.
Mit unseren Gedanken formen wir die
Welt.«
Buddha
Die Sehnsucht der modernen Welt nach Entleerung
vom Lärm der Masse und der Maßlosigkeit, der
Überdruss an der Oberflächlichkeit des
»modernen« Alltags, dem Bedürfnis nach
Sinnhaftigkeit statt Aktionismus findet immer wieder neue
Seelenverwandtschaften in dem Prinzip der Leere, in dem sich in der
Vorstellung des Zen- Praktizierenden die Fülle des Lebens
wiederspiegelt.
Für viele ist Zen ein Weg, den
Unzulänglichkeiten des Lebens begegnen zu können, um
wieder mehr zu sich selbst und zur eigenen Mitte zurück zu
finden.
Das Wesen des Zen-Handelns lässt sich weder
durch ein bestimmtes Prinzip noch durch eine Methode beschreiben.
Es ist wie fließendes Wasser, das mit allem, was ihm begegnet,
eine harmonische Beziehung eingeht, stets nachgiebig bleibt und
doch mit großer Kraft unbeirrt vorwärtsstrebt, sich
selbst nie verlierend.
Bei einem Menschen sagt man: Er ist in allem, was
er tut, authentisch. Achtsamkeit, Bewusstheit und Wesentlichkeit
helfen uns, unser Leben authentisch zu gestalten, helfen uns zu
Gelassenheit und innerer Ruhe zu finden.
Dabei ist Zen etwas vollkommen anderes, etwas,
das weit darüber hinausgeht.
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Unmittelbare Präsenz
Erst in der Klarheit und Einfachheit der
Gestaltung erfahren die Dinge unsere ganze Aufmerksamkeit und
Hinwendung.
Das Üppige, Vielfältige und Komplexe
hat seinen unbestreitbaren Reiz, aber erst die Konzentration auf
das Wesentliche und das Weglassen des Nicht-Notwendigen,
Überflüssigen, lässt uns die Dinge mit der Tiefe und
Intensität wahrnehmen, in der sie uns ihr wahres Wesen
offenbaren.
Zen-Handeln ist weniger ein »Wissen, wie es
geht« als vielmehr ein »sich der Wirklichkeit Zuwenden
und sich ihr Hingeben«, ein sich »von der Wirklichkeit
Tragen- und Leiten-Lassen«. Es geschieht aus einer offenen,
unverstellten und wertfreien Haltung heraus, die frei ist von
Konditionierungen, fertigen Meinungen und vorgefassten
Ansichten.
Zen-Handeln nähert sich den Dingen ohne
kalkulierende Absicht und ohne Konzentration auf einen Nutzen, aber
mit einem klaren, direkten und oft spontanem Wollen, das einem
intuitiven Wissen um das Wesen der Dinge entspringt. Es erfasst den
Sinn einer Situation unmittelbar, schafft vollkommene Klarheit,
lässt sich weder auf eine Funktion noch auf einen Nutzen
reduzieren, sondern bleibt immer am Sinn orientiert, an dem, worum
es geht. Zen- Handeln ist ein Handeln, das um die Bedeutung von
Achtsamkeit und Bewusstheit und den sich daraus ergebenden
Bedeutungen und Notwendigkeiten weiß.
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