|
TAO & Zen-Mind
Das Tao ist Sinnbild für die sich nach den kosmischen Prinzipien entfaltende Welt. Im
Einklang mit dem Tao zu sein bedeutet, das Prinzip des absichtslosen Handelns zu verstehen
und im eigenen Leben zu realisieren. Es ist der Weg der Weisheit und der Einsicht in das
kosmische Prinzip.
Alles, was wir in unserem Leben erstreben, ist in uns. Doch dazu müssen wir aufhören, etwas
sein zu wollen und stattdessen sein, was wir sind. Es ist das Streben nach eigener Vollendung,
es ist das Sein statt des Etwas-Sein- Wollens.
»Und als ich dann immer mehr loszulassen begann, fand ich heraus, dass die Meisterschaft
schon da war; ich musste einfach nur aus dem Weg gehen und zulassen, dass sie sich zeigte.«
Vernon Kitabu Turner
Dazu müssen wir uns unserer Ganzheit bewusst werden und (wieder) lernen, das Gute,
Schöne und Wahre nicht außerhalb von uns zu suchen, sondern erkennen, dass wir selbst,
unser eigener Geist es ist, wenn wir uns nicht selbst behindern oder selbst verleugnen.
Es geht darum, uns (wieder) unserem ursprünglichen Wesen zu öffnen, indem wir es den
Helden und Heldinnen gleich tun, die sich wie Parzival auf die Suche nach dem heiligen Gral
gemacht haben. Denn die Suche nach dem heiligen Gral ist letztendlich nichts anderes als der
Weg zur eigenen Ganzheit, wenn auch zu Beginn dessen nicht bewusst.
Das Tao lehrt uns, dass es nur in unserer Vorstellung ein Innen und ein Außen gibt. Weil
aber beides für uns real und wirklich ist, müssen wir uns auf die Suche nach dem Heiligen
Gral im Außen machen, um den Weg im Innen zu gehen.
Es geht darum, (wieder) mit der Kraft des Lebens in Berührung zu kommen. Zwar ist diese
Kraft immer da, ist Teil unserer unserer Existenz, jedoch vielfach in das Nicht-Bewusste
verlagert.
|