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Die verschiedenen Themen
Achtsamkeit
Achtsamkeit befreit uns aus der Nicht-Bewusstheit
des Alltagsdenkens, dem automatischen Funktionieren, genauso wie es
uns aus dem Tanker des Mainstream und
»Selbstverständlichen« aussteigen lässt in das
eigene Schiff der Authentizität und Wesentlichkeit.
Achtsamkeit scheint vielfach so schwierig, weil
sie uns immer wieder zwingt, uns aus der Selbstbezogenheit zu
lösen. Dabei ist Achtsamkeit ein großes Geschenk, denn
wir leben letztlich nur in dem Moment des Augenblicks, neben dem
nichts anderes existiert.
(Selbst-) Erkenntnis
Wer sagt uns, wer und was wir sind? Sind es nur
die Eingeweihten, die Erwachten, die Initiaten, die
»Es«wissen? Wer weiht uns ein in das Geheimnis unseres
Lebens?
Nur wir selbst sind es, die uns in die
Geheimnisse des Lebens einweihen können, indem wir uns auf die
Suche nach uns selbst begeben.
Es liegt an uns, ob wir die Wahrheit hinter der
Kulisse des Alltäglichen und auch die Wahrheit von uns selbst
erfahren. Manche schrecken davor zurück, obwohl sie doch genau
wissen, dass sie etwas ändern müssten in ihrem Leben.
Aber was kann uns da passieren? Außer dass wir aus einer
Illusion erwachen?
Anderseits: Wenn wir weiter den Traum des
Normalen leben und hoffen, können wir nicht wirklich leben,
nicht wirklich lebendig sein und unsere wahren Potentiale werden
uns verschlossen bleiben.
Was also bleibt uns über, als den Schritt zu
wagen, die Wahrheit über uns selbst zu finden, wollen wir
ganz, wollen wir heil sein? Kein noch so weiser Lehrer kann uns die
Wahrheit über uns sagen, er mag uns wohl sagen, wo und wie wir
suchen können, damit wir uns nicht in unseren eigenen
Wirklichkeitskonstrukten verfangen, aber suchen müssen wir
unser Wesen alleine, in uns.
Wir selbst müssen uns ermächtigen, die
oder der zu sein, der unser Wesen ist.
Klärung des Geistes
Im Außen können wir nur so stark sein,
wie wir im Innen sind.
Wollen wir auf der körperlichen Ebene etwas
erreichen, wissen wir, dass uns die beste Technik nichts
nützt, wenn uns Kraft und Stärke fehlen.
So ist es auch mit unseren Gedanken: Wissen oder
Wollen allein genügt nicht, wir brauchen auch innere
Stärke und Kraft, sollen unsere Gedanken Wirklichkeit
werden.
Innere Ruhe, souveräne Gelassenheit,
Orientierung und die Kraft zur Entscheidung sind der Schlüssel
zu unseren Potentialen.
Nur der in sich selbst ruhende, klare Geist
führt zur Vollkommenheit.
Selbstverständnis
Jedes Handeln, jede Strategie und jede
methodische Anwendung hat eine (meist nicht bewusste) und selten
reflektierte Grundlage: Das eigene, internalisierte Selbst-
Menschen- und Weltbild.
Alle Menschen, und damit alles, das sich aus
Menschen »zusammensetzt«, folgt in seinen Handlungen
diesem inneren Verständnis. Vorhandene Potentiale lassen sich
also nur unter den Bedingungen des eigenen Welt- und Selbstbildes
entfalten
-
Potentiale, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, können
selbst nicht gesehen werden,
-
Potentiale können nur nach Maßgabe des eigenen
Selbstverständnisses entwickelt werden.
Entwicklung und Entfaltung der eigenen Potentiale
und der eigenen Persönlichkeit bedeutet darum erst einmal
bewusst zu machen, welches Selbstverständnis man hat, mit
anderen Worten: »Wie sehe ich die Welt?«, denn daraus
folgt, wie ich mich selbst (in der Welt) sehe.
Wesentlich handeln
Zu Beginn suchen wir zu bestehen, wir wollen
Erfolg haben, wollen gewinnen. Dazu trainieren und vervollkommnen
wir unsere Technik und üben uns in Methoden und
Strategien.
Haben wir Sicherheit und Beständigkeit in
unseren Handlungen erlangt, suchen wir nach besseren, effektiveren
Vorgehensweisen, die uns weniger Kraft kosten und unser Tun
eleganter und leichter werden lassen.
Haben wir Überlegenheit erreicht, lassen uns
Verstand und Ethik, manchmal auch das Gewissen zunehmend nach
gerechten und fairen Lösungen suchen. Je ausgeglichener
und gelassener wir dabei sind, desto mehr nehmen wir auch den
Anderen in seiner Bedürftigkeit wahr und wir lernen, uns nicht
nur in Respekt, Achtung sondern auch in Mitgefühl zu
üben.
Wir erkennen, dass unsere Konflikte mit anderen
Menschen genauso wie unsere Schwierigkeiten in der Welt nichts
anderes als ein Spiegel unserer eigenen, inneren Konflikten und
Schwierigkeiten waren.
Darum richten wir unsere Aufmerksamkeit nicht
mehr nach außen, sondern nach innen und suchen die Antworten
in uns, die wir bisher im Außen gesucht haben.
Je mehr wir uns in Respekt, Achtung und
Mitgefühl üben, desto deutlicher tritt unsere wahre
Natur, unser ursprüngliches Wesen in unser Bewusstsein. Das,
was uns bisher von der Welt und vom anderen getrennt hat,
verschwindet, bis es da keine Grenze mehr gibt.
Da gibt es kein »ich« und kein
«du« mehr, nur noch fließendes Sein. Wir hören
auch auf, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu richten, weil es kein
Innen und kein Außen mehr gibt. Unser Geist ist ruhig und
klar, und wir handeln spontan aus intuitivem Wissen um das, was
ist. Was bleibt, ist innerer Frieden.
Zen im Management
Viele vergleichen die Situation im Management und
in der Wirtschaft mit einem Kampf, den man bestehen müsse.
Darum seien Überlegenheit und Stärke von großer
Bedeutung.
Wieder andere lehnen diese Art des Denkens ab,
denn es fördere Konflikte und Ungerechtigkeiten und führe
zu einem Recht des Stärkeren, das den Schwachen
benachteilige.
Bei genauer Betrachtung erkennt man, dass beide
Ansichten falsch sind.
Zen lehrt uns, dass nur der Schwache kämpfen
muss.
Der wahrhaftig Überlegene braucht nicht zu
kämpfen, er will weder siegen noch gewinnen, er geht unbeirrt
seinen Weg, dabei stets auf das Wohl des Anderen bedacht wie auf
das eigene.
Er braucht die Anerkennung des Siegers nicht, und
doch handelt er stets überlegen.
Selbstreflexion
Hier beginnt sich der Kreis zu schließen und
in einen neuen Zyklus überzugehen. Lebenskunst lehrt uns den
Weg der Lebensmeisterschaft.
Das Konzept des Dao-Zen und des Zen-Dao (Konzept,
nicht Ziel oder Weg) umfasst auch ein philosophisch- geistiges
Erkenntnis-System. Dies hat keinesfalls etwas mit dem üblichen
Philosophieren oder Über-Etwas- Nachdenken, wie wir es
gemeinhin kennen, zu tun. Sprache ist einer der wesentlichen
»Mittler« zwischen Innen und Außen. Dabei geht es
nicht darum, etwas intellektuelle zu erfassen sondern über den
klaren und semantisch korrekten Ausdruck innere Erfahrungen zu
kommunizieren.
Und es geht auch darum, über den Gebrauch
der Sprache Konditionierungen, mentale Modelle, Identifizierungen
und gedankliche Unklarheiten aufzulösen.
Dies ist das Feld des Tao der Philosophie. Darin
enthalten sind Texte, die Gedanken und Situationen aufgreifen und
reflektieren, ohne sie zu analysieren oder zu psychologiesieren.
Vor allen Dingen in dem Blog finden sich Gedankenanstöße,
Koans und Gedanken über alltägliche Dinge. Im Dao-Zen und
Zen- Dao ist die Beschäftigung mit diesen Gedanken wesentlich,
wobei darunter keinesfalls eine intellektuelle Auseinandersetzung
gemeint ist, sondern die Bereitschaft, die Aussagen der Texte auf
sich wirken zu lassen und den inneren Prozess wahrzunehmen, den sie
auflösen.
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