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Der Name Amfortas
Der Mythos des heiligen Grals ist in der
Geschichte Parzivals und seiner Begegnung mit Amfortas
überliefert. Parzival illustriert die Geschichte des
Erwachens, das in der Begegnung mit Amfortas geschieht.
Wie viele bewegt sich Parzival erst mal zwar
heldenhaft, doch orientierungslos durch die Welt. Weil er aus
seinen Konditionierungen heraus handelt, macht er das, was sein
Leid fördert. Er küsst die Frauen wie seine Mutter,
hält sich an die höfischen Regeln und ist nicht offen
für die Welt.
Weil er nicht wirklich weiß, wonach er
sucht, verpasst er seine Chance, als er Amfortas begegnet. Amfortas
ist der durch Leiden wissend gewordene Sohn des Titurel. Titurel
ist der Ahnherr des Grals, dessen oberstes Gesetz lautet: Liebe
statt Kampf.
Erst in seiner nochmaligen Begegnung mit Amfortas
wird Parzival erlöst: er »erwacht« zur
Bewusstheit
Dieser Weg des Helden, für den die
Ritterschaft zum Weg zu sich selbst und zum Weg der Befreiung
wurde, ist Vorbild für das Amfortas-Projekt.
»In unserer verwirrten Welt Zen zu
üben bedeutet, zur wahren Dimension des Menschen
zurückzukehren und das grundlegende Gleichgewicht seiner
Existenz wiederzufinden.«
Taisen Deshimaru
Die Paralellen dieser Heldengeschichte zur Kultur
und Philosophie der Samurai ist nicht zu verkennen. Die Meister der
Kampfkünste erkannten, dass im Üben von Fertigkeiten, die
alleine das Töten perfektionierten und das Vernichten des
Gegners zum Ziel hatten, kein befriedigender Sinn und kein
menschlicher Wert liegt.
In der Verbindung der Zen-Philosophie entwickelte
sich die Kunst der Samurai. Oberstes Prinzip der Samurai war es
nicht, einen Kampf zu gewinnen, sondern dem obersten Prinzip zu
dienen.
Hier wie da geht es um den Weg. Weil wir aber den
Weg ohne das Ziel nicht gehen, werden so Weg und Ziel eins. Das ist
Vollendung.
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